Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion besuchten den Lehrbienenstand im Wildpark Gangelt und sprachen mit Vertreterinnen und Vertretern des Imkervereins über die aktuelle Situation der Imkerei. Ralf Derichs, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, betonte: „Imkerinnen und Imker leisten einen wichtigen Beitrag für die Natur und die Artenvielfalt. Gleichzeitig hören wir in der Öffentlichkeit zunehmend von Problemen, die durch die invasive Asiatische Hornisse entstehen. Deshalb ist es uns wichtig, im direkten Gespräch mehr über die Herausforderungen zu erfahren“.
Im Gespräch bestätigten die Mitglieder des Imkervereins die zunehmende Belastung durch die Asiatische Hornisse. Als zentrale Probleme schilderten sie neben der direkten Gefährdung der Bienenvölker den hohen Aufwand bei der Nestsuche und -entfernung sowie die unzureichenden personellen und finanziellen Ressourcen.
Andrea Reh, Mitglied des Landtags und stellvertretende Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, informierte über Initiativen der SPD-Fraktion im Landtag NRW zur Eindämmung der Asiatischen Hornisse. Inzwischen hat die schwarz-grüne Landesregierung erste Maßnahmen geplant. Dazu zählen Unterstützungsmaßnahmen bei der Bekämpfung und Entfernung von Nestern. Aus Sicht der Imkerinnen und Imker ist zu begrüßen, dass das Thema aufgegriffen wurde. Gleichzeitig machten sie deutlich, dass diese Maßnahmen allein langfristig nicht ausreichen werden, um die Ausbreitung wirksam einzudämmen. Insbesondere das im Landeshaushalt veranschlagte Budget von 150.000 Euro für ganz Nordrhein-Westfalen sei nicht auskömmlich. Reh kündigte an, den Umweltminister des Landes NRW nicht aus der Verantwortung zu entlassen und weiter auf geeignete Lösungen zu drängen.
Neben der wichtigen Unterstützung, die das Land leisten müsste, stellte sich auch die Frage, welche ergänzenden Handlungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene bestehen. Diskutiert wurden unter anderem die bessere Vernetzung relevanter Akteure sowie eine stärkere Sensibilisierung der Öffentlichkeit.
Einigkeit bestand darüber, dass der Schutz der heimischen Bienen und die Unterstützung der Imkerei im Interesse aller ist und die Imkerinnen und Imker nicht allein gelassen werden dürfen. Die Kreistagsfraktion bedankte sich beim Imkerverein für die engagierte Arbeit und das offene Gespräch. Der Besuch am Lehrbienenstand habe gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch vor Ort sei.

